Startschuss in Deutschland! Cannabis auf Rezept

Cannabis auf Rezept

Ab dem 01. März 2017 ist es nun endlich soweit. Die Krankenkassen übernehmen (teilweise) die Cannabis Behandlungskosten für Schwerkranke. So hat es zumindest der Deutsche Bundestag Anfang des Jahres beschlossen. Nun fehlt nur noch die Unterschrift vom Bundespräsidenten. Dann wäre der erste kleine Schritt in Richtung Legalisierung getan. Wenn man jedoch realistisch ist, sind wir in Deutschland immer noch sehr weit von einer Legalisierung für Jedermann entfernt. Wir erklären, warum.

Cannabis ist ab März eine Kassenleistung. Bekommen werden die Rezepte jedoch nur die Personen, die das Cannabis tatsächlich brauchen. Ab März können die Ärzte entscheiden, ob ein Patient Cannabis verschrieben bekommt. Leidenschaftliche Cannabis- Konsumenten werden also in Zukunft weiterhin leer ausgehen.
Eigentlich logisch, denn bislang war es selbst für Schwerkranke nicht einfach, an eine staatliche Sondergenehmigung zu kommen. Lediglich 1.000 Patienten verfügen aktuell über solch eine Genehmigung.
Eine sehr mickrige Zahl, wenn man sich überlegt, wie viele Menschen auf den schmerz stillenden Naturstoff angewiesen sind.

Mit dem neuen Gesetz bekommen die betroffenen Auserwählten nun bis zu 100 Gramm Cannabis pro Monat per Rezept. Das Medikament wird in Blüten-, Kapsel-, sowie in flüssiger Form verabreicht werden. Wie auch andere Medikamente wird es die Präparate dann zukünftig in der Apotheke geben.

 

Doch woher kommt das Cannabis?

Man wird in Deutschland zunächst auf Importe aus dem Ausland zurückgreifen müssen. An vorderster Front stehen dabei die Niederlande und Canada, die den deutschen Staat aktuell mit produzierter Ware versorgen. Mittelfristig möchte man in Deutschland jedoch selbst Cannabis anpflanzen und die Betroffenen damit versorgen. Höchste Priorität besitzt dabei auch die staatliche Kontrolle. Man möchte selbst anbauen, damit man die Qualitätsstandards erfüllen und die Wirksamkeit garantieren könne. Negative Schlagzeilen könnten eine mögliche vollständige Legalisierung natürlich schnell zunichte machen.

 

Ist der Eigenanbau für chronisch Erkrankte nun ebenfalls legal?

Nein. Der eigene Anbau von Hanfpflanzen ist, genauso wie vor dem Gesetz, immer noch illegal. Der Anbau bleibt strafbar, egal in welcher Menge.
Wer dabei erwischt wird, muss mit hohen Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe rechnen.

 

Was bringt die Zukunft?

Wie bereits in der Einleitung angesprochen, sind wir noch sehr weit von einer Legalisierung von Cannabis entfernt. Für den deutschen Staat ist das vermeintliche „Wundermittel“ noch viel zu unerprobt und gefährlich. Andererseits zeigt uns das neue Gesetz, dass wir auf einem guten Wege sind.

Es bleibt abzuwarten, welche Erfolge und Erfahrungen mit dem neuen Gesetzesbeschluss eingefahren werden. Vielleicht folgt demnächst ja ein weiterer Schritt in Richtung Legalisierung.